Hasenbau Inc.

Hasenbau-Originals · Pflege-Systeme · Erläuterungen zu Phase zwei der Wellness-Routine

Hasenbau-Originals Pflanzen-Pflege-Tipps

Mr. X! Ich wusste doch, ich kann darauf zählen, dass Sie die Anweisungen der Mission ganz genau studieren! Ich werde ein gutes Wort bei der Chefin für Sie einlegen. Es hängen Dutzende Pflanzenle– äääh, Menschenleben von Ihrem Erfolg ab!

Drehen Sie sich jetzt nicht um!!! Verhalten Sie sich unauffällig. Die folgenden Anweisungen sind als Informationsseite über die verschiedenen Arten der Pflanzenpflege getarnt. Fragen Sie mich nicht, warum. Diese Idee kommt von ganz oben.

Honeybunny out.

Willkommen bei Hasenbau-Originals

Willkommen auf der Seite von Hasenbau-Originals, einer Tochterfirma der Hasenbau Inc. Hier stellen wir Ihnen unser Hasenbau-Originals-Pflanzen-Pflege-System vor. Ein gar revolutionäres System. Wowowow! Wenn das mal nicht spannend klingt!

Basis-Pflege

Kontrollieren Sie die Pflanzen bei moderatem Wetter alle 4–5 Tage und bei heißem Wetter alle 2–3 Tage. Es müssen nicht bei jedem Besuch alle Pflanzen gegossen werden. Prüfen Sie jede Pflanze und, wichtig, gießen Sie nur jene, die tatsächlich Wasser benötigen.

Pflege-Gruppe 1

Erdpflanzen

Die Erdpflanzen im Hasenbau-Resort

Ertasten Sie die Erde der Pflanzen. Ist sie trocken? Gießen Sie! Alternativ können Sie die Töpfe der Erdpflanzen hochheben: Sind sie leicht? Gießen Sie!

Gießen Sie jedoch nicht, wenn die obere Erdschicht noch feucht und/oder der Topf schwer ist. Zu viel Wasser schadet Pflanzen genauso sehr wie zu wenig.

Wenn die Blätter einer Erdpflanze hängen oder sich einrollen, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass sie sehr durstig ist. Entweder wurde sie beim letzten Mal zu wenig gegossen – in diesem Fall gießen Sie etwas mehr als beim letzten Mal – oder das Wasser ist wegen erhöhter Raumtemperatur schneller als sonst verdunstet.

Idealerweise sollte es nicht zu diesen Durstanzeichen kommen, da diese bereits Stress für die Pflanze bedeuten. Falls es doch passiert: keine Panik. Versuchen Sie nicht, die Trockenheit zu kompensieren, indem Sie die Pflanze nahezu ertränken. Das schadet ihr zusätzlich und kann Krankheiten begünstigen, die wiederum Schädlinge anziehen.

In diesem Fall können wir keinen erholsamen Effekt des Wellness-Programms garantieren, da Sie nun zusätzliche Schritte zur Schädlingsbekämpfung durchführen müssten. Am einfachsten vermeiden Sie das, indem Sie die Pflanzen bei moderatem Wetter alle 4–5 Tage und bei heißem Wetter alle 2–3 Tage kontrollieren.

Ramalamadingdong?
Der Ficus elastica als Sonderfall

Der genügsame Ficus

Der anmutige Ficus elastica kann uns allen als Vorbild dienen, denn er ist sehr genügsam.

Er zieht es vor, während Ihres gesamten Aufenthalts in unserem Hasenbau-Wellness-Resort nur einmal gegossen zu werden – beziehungsweise zweimal bei sehr warmem Wetter. Seine Erde darf ruhig etwas austrocknen.

Pflege-Gruppe 2

Leca-Hydropflanzen

Die Pflanzen in Leca-Hydrotöpfen

Eine ganz entzückende, gar faszinierende technologische Errungenschaft stellen die Pflanzen in Tonkügelchen – genannt „Leca“ – dar, da sie über einen im Topf integrierten Wasserstandsanzeiger verfügen. Kein mühseliges Fühlen und Hochheben wie bei den Erdpflanzen. Nein, nein!

Lesen Sie einfach den Wasserstand am Anzeiger ab und gießen Sie entsprechend: Wenn der Zeiger ungefähr bei „Min.“ oder im unteren „Opt.“-Bereich steht, sollten Sie der Pflanze Nachschub gönnen. Dabei darf großzügig bis oberhalb des „Opt.“-Bereichs beziehungsweise knapp unter die „Max.“-Anzeige gegossen werden – nicht jedoch darüber hinaus!

Falls das doch passiert, entfernen Sie das überschüssige Wasser wieder aus dem Topf, sodass der Anzeiger zwischen „Opt.“ und „Max.“ steht. Zu viel Wasser kann der Pflanze schaden.

Auch sollte der Anzeiger nicht deutlich unter der „Min.“-Markierung liegen. Das kann bei sehr hohen Temperaturen schnell geschehen. Gießen Sie in diesem Fall wie gewohnt bis oberhalb der „Opt.“-Markierung, aber nicht übermäßig viel. Wie bei Erdpflanzen kann übermäßiges Gießen nach starker Trockenheit zunächst Krankheiten und anschließend Schädlingsbefall begünstigen.

Töröööööö
Die beiden Alocasia wentii im Hasenbau-Resort

Alocasia wentii – das Elefantenohr

Die zwei großen, betörenden Alocasia wentii – auch „Elefantenohr“ genannt – sind zwar schön, aber irgendwie auch seltsam. Sie haben die, sagen wir, unkonventionelle Angewohnheit, Kondensat auf ihren Blättern zu sammeln und es anschließend auf den Boden tropfen zu lassen – und das unserer Meinung nach sogar in einer seltsam großen Menge. So charmant!

Deshalb liegen um diese entzückenden Pflanzen Handtücher aus, damit der Boden keinen Wasserschaden bekommt. Naja. Nun ja …

Es lohnt sich daher, bei jedem Pflanzenrundgang kurz zu prüfen, ob Wasser neben die Handtücher getropft ist, und gegebenenfalls deren Position elegant mit dem Fuß anzupassen.

Ein Schiff?
Die beiden Dreimasterpflanzen im Waschraum

Die amputierten Dreimaster

Im großzügigen, hochmodernen Waschraum des Resorts finden Sie die sogenannten Dreimasterpflanzen vor. Sie stellen eine Besonderheit dar, da sie erst vor Kurzem in ihre Töpfe gesetzt wurden und zuvor wegen eines bedauerlichen, inzwischen überwundenen Krankheitsbefalls sämtliche Wurzeln entfernt werden mussten. Amputiert, könnte man sagen! Ha! Naja. Wie dem auch sei.

Bei diesen beiden Exemplaren haben wir die Wasserstandsanzeiger entfernt. Deshalb können Sie diese Pflanzen einfach immer bis zur güldenen Markierung an den Innen- und Übertöpfen aufgießen, sodass, Insha’Allah, das Gießwasser die geschundenen Stümpfe der Pflanzen erreicht und sich dort neue Wurzeln bilden.

Aufgrund der gravierenden Verstümmelungen der Pflanzen kann es sein, dass sie nicht überleben. Das ist dann nicht Ihre Schuld. Bitte werfen Sie die beiden Pflanzen in diesem Fall einfach weg. Vielen Dank.

Pflege-Gruppe 3

Sukkulenten

Erste Gruppe der Sukkulenten
Zweite Gruppe der Sukkulenten

Sukkulenten brauchen nur selten Wasser. Sie jedoch nicht! Haben Sie heute schon Wasser getrunken?

Anders als bei Erd- und Hydropflanzen ist es bei Sukkulenten nicht dramatisch, wenn sie etwas schrumpelig oder weich werden. Ausreichend hydrierte Sukkulenten erkennen Sie daran, dass ihre Blätter bei leichtem Druck nicht nachgeben. Sind die Blätter jedoch „squishy“, sollten die Pflanzen gegossen werden.

Ein weitverbreiteter Irrtum über Sukkulenten ist, dass sie mit sehr wenig Wasser zufrieden seien. Das stimmt so nicht ganz: Sie sind zufrieden mit seltenen Gießvorgängen. Wenn sie jedoch gegossen werden, möchten sie nicht nur schlückchenweise Wasser, sondern genug, damit sich das gesamte Steinsubstrat und infolgedessen auch die speichernden Blätter vollständig mit Wasser vollsaugen können.